Christof Züger neu im BO Milch Vorstand

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An der Delegierten-versammlung der Branchenorganisation (BO) Milch vom 23. April in Bern wurde Christof Züger neu in den Vorstand gewählt.

Aufgrund des Austritts der Migros aus der Branchenorganisation (BO) Milch per Ende 2017 sind im Vorstand zwei Sitze freigeworden. Als Ersatz für den einen wurde Christof Züger, CEO der Züger Frischkäse, von der Delegiertenversammlung neu in den Vorstand gewählt. Der andere bleibt vorläufig vakant.

Ebenfalls neu in den Vorstand gewählt wurden als Suppleanten Urs Hänni von Aldi Suisse, Marc Benoît, Präsident Prolait, Vincent Maudonnet, Präsident der Nestlé-Direktlieferanten und Fritz Stettler, Vizepräsident der Thurgauer Milchbauern.

BO Milch-Präsident Peter Hegglin sagte im Rückblick auf sein erstes Amstjahr: «Eine Schonfrist im neuen Amt wurde mir verwehrt.» Er und der Vorstand sei von Anfang an vor grossen Herausforderungen gestanden, nachdem bereits die erste Vorstandssitzung mit einem umstrittenen Richtpreis-Entscheid für Diskussionen gesorgt habe. Von Produzentenvertretern von ausserhalb der BO Milch sei es zu ungerechtfertigten Boykottaufrufen gegenüber der Migros gekommen, worauf diese mit ihrer Industrietochter ELSA und deren Direktlieferanten aus der BO Milch ausgetreten sei. Diese Belastungsprobe habe man aber gut gemeistert.

Hegglin verdeutlichte auch, dass die BO Milch die aktuellen Standesinitiativen der Kantone Freiburg und Genf und zur Motion Nicole für eine Mengensteuerung in der Milchproduktion ablehnt. Damit eine solche Mengensteuerung eine deutliche Wirkung auf die Preise hätte, müsste parallel dazu wieder ein vollständiger Grenzschutz für Käse eingeführt werden. Die aktuelle privatrechtliche Marktordnung mit der Segmentierung und Richtpreisen sei «zwar nicht perfekt, aber ohne sie wäre der Milchpreis mit Sicherheit deutlich tiefer», sagte Hegglin.

Geschäftsführer Stefan Kohler präsentierte die neuesten Ergebnisse im Zusammenhang mit der Mehrwertstrategie der BO Milch. Das Thema habe eine erfreuliche Dynamik entwickelt, von der man noch vor einem Jahr nicht zu träumen gewagt habe. Von den Marktakteuren sei das Thema Nachhaltigkeit in der Milchproduktion nun sehr rasch aufgegriffen worden. Dass nun aber verschiedene Akteure unkoordiniert verschiedene Standards festlegten, sei zum Nachteil der Produzenten.

Analysiert wurden von der BO Milch die Pluspunkte und die potenziellen Risiken der Mehrwertstrategie. Beim Tierwohl habe die Schweiz einen sehr grossen Vorsprung, saget Kohler, auch beim tiefen Kraftfuttereinsatz und bei der Grünlandfütterung. Beim Einsatz von Antibiotika hingegen gebe es noch Verbesserungsbedarf.

Quelle: www.foodaktuell.ch

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